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HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

…begleitet von einem GROSSEN APPLAUS an Madrina Neysi und Madrina Ingrid. Zwei starke Frauen, welche die Früchte ihrer großen Anstrengungen ernteten.
Nachdem Neysi vor 2 Jahren ihre Berufskarriere als Lehrerin abgeschlossen hat, hat sie sich einem erweiterten Studium gewidmet. Am 22.12.2018 durfte sie ihr Zusatz-Diplom als Lehrerin, mit Fachgebiet Sozialwissenschaften in Empfang nehmen. Neysi, wir bewundern Dich wie Du diesen langen Bildungs-Weg von 7 Jahren zurückgelegt hast, obwohl Du viele Hürden zu überwinden hattest. Mit großem Respekt schätzen wir Dein Engagement, mit welchem Du alle Aufgaben bewältigt und Deine Ziele erreicht hast.
Madrina Ingrid steht Neysi in nichts zurück. Auch sie gab sich vor 5 Jahren einen Schubs, und begann das Studium als Psychologin. 100% arbeiten, Familie haben, jeden Samstag die Universität besuchen, Hausaufgaben erledigen und es allen Recht zu machen, war sicher kein Zuckerschlecken. Vor allem in der Schlussfase während des Titulationskurses mit 2 Modulen. Mit großem Aufatmen nahm Ingrid am 3.12.2018 ihr Diplom als Dipl. Psychologin entgegen. Chapeau Ingrid, auch von Deiner Seite eine vorbildliche und engagierte Leistung, in welche Du viel Herzblut investiert hast.
Zwei wunderbare Beispiele welche uns bestätigen, dass es tatsächlich „NIEMALS ZU SPÄT IST“.
(Priska Buchmann Scherer)

 

Es war kein leichtes Jahr…

…und die Weihnachtsstimmung lässt uns den Schmerz und die Trauer, über die vielen unnötigen Verluste in unzähligen Familien noch tiefer spüren. In dieser Zeit werden die Mütter und Väter mehr denn je um ihre Söhne und Töchter trauern und die Kinder werden die Abwesenheit ihrer Eltern umso mehr vermissen. Von ganzem Herzen fühlen wir mit all diesen Müttern, Vätern, Kindern, Großmüttern, Großväter, Geschwister, Tanten, Onkel und Freunden. Wir wünschen allen Betroffenen, dass die Kraft der Hoffnung viel stärker ist als die Trauer, die Euch fallen lassen will.
Wie jedes Jahr wünsche ich all unseren Partnern, Spendern, Freunden und Gönnern Gesundheit, Liebe und Glück. Wir hoffen, dass das Jahr 2019 voller Frieden ist, denn wir leben in einer verletzten Welt und nur die Hoffnung kann sie heilen und uns auf den richtigen Weg führen.
(Priska Buchmann Scherer)

 

Hurra – Hurra – Hurra und nochmals HURRA!

Heute ist der Tag gekommen, auf welchen wir mit größter Ungeduld gewartet haben; der große Jahresschulurlaub, welcher bis Ende Januar 2019 dauern wird, hat endlich begonnen. „Komm, raff Dich auf, es fehlt nur noch ein Monat, nur noch 20 Tage, nur noch eine Woche, NUR NOCH EINMAL und dann hast Du es geschafft“! Auf diese Weise haben wir unsere Kinder angespornt, welche den Urlaub – wie kein anderes Jahr – sehnlichst erwartet haben. Auch für uns eine enorme Erleichterung, endlich nicht mehr ständig auf die Uhr blicken, unsere Kinder nicht mehr mit Hausaufgaben und Nachhilfeunterricht unter Druck setzen, keine Berge von Uniformen mehr waschen, die Schulschuhe für mehr als zwei Monate zur Seite legen. EINFACH NUR DIE ZEIT MIT UNSEREN KINDERN GENIESSEN. Spielen, spielen, spielen, noch mehr spielen und uns in entspannter Atmosphäre dem Weihnachtshandwerk und anderen Bastelarbeiten widmen.
Übrigens: Unser neues Zuhause ist gemütlich geworden, wir sind etabliert und fühlen uns wohl. Die neuen Kinder, die vor drei Wochen eingetreten sind, gewöhnten sich schnell ein. Sie weinen nicht mehr wenn sie kommen, schlossen Freundschaften und genießen das Zusammensein.
Die Kinder, welche bisher nicht zur Schule gegangen sind, gewöhnen sich nach und nach an den Rhythmus der Nachhilfestunden. Manchen Kindern gefällt das Lernen so sehr, sodass sie das Wissen wie Schwämme aufsaugen. Andere tun sich etwas schwerer, weil sie es nicht gewohnt sind, länger als nur einen Moment still zu sitzen und sich auf ein Thema zu konzentrieren. Sie brauchen lange Pausen und lernen besser, wenn wir den Unterricht dynamisch gestalten.
Mit diesen guten Nachrichten verabschiede ich mich, bis zum nächsten Mal
(Priska Buchmann Scherer)


Wir sind umgezogen…

…und als ob das nicht genug wäre, hatten wir zusätzlich mit einem aggressiven Virus zu kämpfen.
Nachdem unser Haus in der Sabaneta zum x-ten Mal unter Wasser stand, riss uns der Geduldsfaden mit unserem Vermieter. Einmal drückte der nasse Segen aus den verstopften Leitungen in der Küche, danach empfingen wir ihn über das Dach und zu guter Letzt überflutete uns das Wasser von allen Seiten, sodass das Haus einer einsamen Insel inmitten eines riesigen Sees glich. Somit war die Entscheidung schnell getroffen, als uns das Nachbarhaus im Tamarindo zur Miete angeboten wurde.
So ergab sich innerhalb von drei Wochen eines nach dem anderen in einer Geschwindigkeit, welche noch heute Schwindelgefühle in mir hervorrufen. Wir organisierten Elterninfo, Umzug, Reparatur- und Malerarbeiten sowie Schultransport für die Kinder aus der Sabaneta. Zu unserer großen Überraschung sind alle Angehörigen unserer Kinder bereit, einen Fußmarsch von 20 Minuten in Kauf zu nehmen, um ihre Kinder in das neue Haus im Tamarindo zu bringen.
11 Kinder aus der Sabaneta konnten wir überbrückungsweise in die bestehende Kindertagesstätte Los GUSANITOS Tamarindo I integrieren, während eine Gruppe von 12 Kindern bereits im neuen Haus im Tamarindo II Unterschlupf gefunden hat. Zurzeit stehen über 40 Kinder auf der Warteliste, diese werden wir nach Abschluss der Einrichtungs- und Malerarbeiten nach und nach in das Kinderparadies Los GUSANITOS Tamarindo II integrieren. Ab Mitte November 2018 werden wir in beiden Kindertagesstätten Los GUSANITOS Tamarindo I und II insgesamt 90 Kinder betreuen. Einmal mehr überschreiten wir unser Limit von 80 Kindern, aaaaaaaaaaaber, erstens war das Nein-Sagen schon immer eine meiner ausgeprägten Schwächen und zweitens bietet uns das neue Haus viel mehr Platz, ;-).

Als ob der Umzugsstress nicht genug gewesen wäre, befiel uns zudem ein besonders aggressiver Virus, an welchem die Mehrheit unserer Kinder, sowie ein Teil unserer Madrinas erkrankten. Der Virus ist mit bedenklich hohem Fieber, Husten, Bronchitis, und in einigen Fällen mit Lungenentzündung verbunden. Somit verbrachten 5 unserer Kinder mehrere Tage im hoffnungslos überfüllten Krankenhaus. 3 litten an Lungenentzündung und 2 mussten wegen ihres bedenklichen untergewichtigen Zustandes künstlich ernährt werden. Rund 30 kranke Kinder betreuten wir hier im Kinderparadies, sodass wir zeitweise eher einem Krankenlazarett, als einer fröhlichen Kindertagesstätte glichen. Am stärksten betroffen waren unsere untergewichtigen Kinder, welche wir in den letzten Monaten mit viel Mühe und Not auf ein einigermaßen annehmbares Körpergewicht brachten. Sie durchlitten den Virus, erholten sich für ein oder zwei Tage, bevor sie ihm erneut anheimfielen. Das Schlimmste scheint nun endlich ausgestanden, denn es befinden sich alle auf dem Besserungsweg, auch wenn einige zwar noch etwas wackelig auf den Beinen sind.

Aufgrund der schwierigen Umstände welche wir durchlebten, blieben auch die administrativen Angelegenheiten liegen. So war es unmöglich, etwas für unseren Blog zu schreiben oder E-Mails zu beantworten. Ich hoffe auf Ihr Verständnis und bin zuversichtlich, dass wir nach und nach zu einer gewissen Normalität zurückkehren werden.
Mit einem liebevollen Gruß
Priska Buchmann Scherer

In den letzten 4 Monaten…

…investierten unsere Kinder – im Alter zwischen 8 und 13 Jahren – jede freie Minute, in die Entstehung dieser wunderschönen Lampe mit Nachttischchen. Und wie könnte es anders sein, das Tischchen besteht aus einer mit Stoff überzogenen Kartonschachtel, ;-).
Wir haben unsere Kinder zum ersten Mal mit einer langfristigen Arbeit konfrontiert, die ihnen viel Geduld, Präzision und Ausdauer abverlangte. Beginnend mit dem Messen, Zeichnen und Schneiden der geometrischen Figuren, Nadeln in einer präzisen Distanz setzen und schlussendlich mit größter Genauigkeit, die Nadeln mit Faden verbinden. Was die elektronischen Komponenten betrifft konnten wir nicht alle Kinder einschließen, diese wurden von Javiera und Nicole zusammengesetzt, nachdem sie einen Schnellkurs bei unserem Elektriker gemacht hatten.
Für einige Kinder war es anfangs sehr schwierig, akribisch genau zu arbeiten. Einige mussten immer wieder von vorne beginnen, weil etwas schiefging. Es war für sie auch nicht einfach, kein schnelles Ergebnis zu erreichen. So gerieten sie oft an die Grenzen ihrer Geduld, aber das schöne Resultat zeigt uns, dass sich die enorme Anstrengung gelohnt hat.