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Mamá Fran und Kelly…

…beenden die ersten Haferflockenplätzchen. Nein ich lüge, es sind nicht die ersten; es sind die ersten nicht verbrannten und nicht harten, 🤣. Unglaublich was diese beiden Frauen in kurzer Zeit lernten. Sie sind ganz einfach SUPERLECKER, unsere Kinder werden sich freuen, ❤️

Zu Hause bleiben…

…muss nicht langweilig sein! Wir können malen, reparieren, kochen und zunehmend mehr über das Leben lernen. Mehr in diesen schwierigen Zeiten in denen wir feststellen, wer ist und wer noch nie war. Gemalte Blumentöpfe zur Ablenkung während der Pandemie und zur Aufheiterung der Gemüter nach der Pandemie, ❤️
(Kelly Ingrid Zepeda Parrales)

Die ersten Grundnahrungsmittelpakete…

…gehen auf die Reise zu unseren Kindern und ihren Familien. Diejenigen welche noch immer einen Job hatten, haben ihn nun aufgrund der neuen Krise, ebenfalls verloren. Die Situation hat sich erheblich verschärft, mir fehlen die Worte um das Leiden zu beschreiben.
Wie gesagt, Priorität haben unsere Kinder mit ihren Familien, aber soweit es uns möglich ist, werden wir mit diesem Programm auch Frauen der älteren Generation mit Grundnahrungsmitteln versorgen. Sie sind es, welche trotz der gefährlichen Situation weiterhin in den Straßen oder auf den Märkten ihre Produkte verkaufen. Sie haben keine Ersparnisse, geschweige denn, dass sie täglich genug verkaufen, um Essen auf den Tisch zu bringen. Ältere Frauen, welche ein Leben lang hart gearbeitet haben sind jetzt dazu gezwungen, weiterhin hart zu arbeiten. Sie haben kein Recht auf eine Altersrente um ein Leben in Würde zu führen, geschweige denn ein Recht darauf, den Wohlverdienten Lebensabend zu genießen.
An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei Kelly für ihre großartige Arbeit. «Ich finde es toll, dass Du immer für mich da bist und mir bei meinen Verrücktheiten zur Seite stehst».
Auch möchte ich es nicht versäumen, ein großes DANKESCHÖN an die Spender auszurichten, welche uns trotz der globalen Krise nicht vergessen haben und uns weiterhin finanziell unter die Arme greifen.
P.D. Während ich hier einpacke fällt mir ein, dass es nicht das erste Mal ist, dass ich das hier mache, und ich fühle mich um 12 Jahre zurückversetzt, 😥 .
Ay Nicaragua, Nicaragüita, wann wird es aufwärts gehen?
Gebt auf Euch acht und bleibt gesund, Priska


Zeit zum sähen

Die Zeit wird nicht immer stillstehen, das Leben wird weitergehen. Wie sich die Lage entwickeln wird, wissen wir noch nicht, aber dass wir einen Nahrungsmittel Engpass werden überwinden müssen, kann ich mir sehr gut vorstellen. In Nicaragua haben wir doppeltes Glück: Fast jedes Haus ist von einem Stückchen Land umgeben, und viele Gemüse und Kräuter werden noch keiner chemischen Säuberung ausgesetzt und deshalb inkl. Wurzeln verkauft. Anstelle diese wegzuschmeißen, setze sie in die Erde und gieße sie regelmäßig. Fast jede Frucht besitzt Kerne, sähe sie und gieße die Pflanze regelmäßig.
So gedeihen in unserem Garten inzwischen Passionsfrüchte, Melonen, Pitayas, Papayas, Ingwer, Chile, Peperoni, Minipeperoni, Chayote, Spinat, Koriander, Bananenstauden, Avocadobäume, Mandarine-Zitronenbäume, Zitronenbäume, Mangobäume, Orangenbäume, Pflaumenbäume, Mameybäume und Mandelbäume. Und für keine dieser Pflanzen haben wir auch nur einen Córdobas extra ausgegeben, wir haben lediglich die Samen oder Wurzeln der gekauften Produkte in die Erde gesetzt.
Hast Du also ein Stückchen Erde um Dein Haus, sieh zu was Du mit der Kraft Deiner Hände und Deiner Leidenschaft erreichen kannst, und pflege es gut.

Findest Du es sei zu spät?
„Wenn ich wüsste, dass ich morgen sterben werde, würde ich heute noch einen Baum pflanzen. Das reine Wissen, dass er dem nächsten dienen wird, bereitet mir Freude”, 😉.
Ein dicker Kuss, gib auf Dich und Deine Mitmenschen acht und «bleib zu Hause», Priska


Eine der schwierigsten Entscheidungen meines Lebens

Es ist nie einfach, die Verantwortung für 100 Kinder und 15 Angestellte zu übernehmen, geschweige denn in Zeiten, in denen wir mit dem Coronavirus zu leben haben.
Wir haben viele Turbulenzen erlebt, zuletzt die politischen Unruhen im letzten Jahr, welche mich immer wieder dazu zwangen darüber nachzudenken, wie lange kann ich es noch verantworten, unseren Betrieb aufrecht zu erhalten, ohne unsere Kinder und unsere Madrinas einer noch größeren Gefahr auszusetzen, als sie ohnehin schon ist. Bis anhin – wenn auch manchmal mit einem flauen Gefühl im Magen – scheine ich die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben und so konnten wir den Betrieb zum Wohl aller immer aufrechterhalten. Einmal mehr zwingen mich die Umstände, ein weiteres Mal die richtige Entscheidung zu treffen, nicht ohne dass sich dabei wiederum ein flaues Gefühl in meinem Magen breitmacht.
So habe ich diesmal schweren Herzens beschlossen, dass Los GUSANITOS ab Montag, 23. März 2020, geschlossen bleibt, bis sich die Coronavirus-Situation beruhigt hat. Dies jedoch nicht ohne gewisse Vorkehrungen getroffen zu haben, um unsere Kinder, unsere Angestellten und ihre Familien in diesen schwierigen Zeiten weiterhin zu betreuen.
So haben wir in mehreren Besprechungen die Eltern und unsere Madrinas über die zu treffenden Vorsichtsmaßnahmen informiert und vor allem, dass sie, wann immer möglich zu Hause bleiben und nicht in Panik geraten. Wir haben fiebersenkende Medikamente sowie Sirupe für Husten, und Vitamine eingekauft. Wir haben einen Privatarzt gefunden, der sich im Notfall um die schwierigsten Fälle kümmern wird, was überhaupt nicht einfach war.
Die Eltern unserer Kinder sowie unsere Madrinas können uns telefonisch jederzeit erreichen, sofern ein Notfall eintreffen würde. Sei es nun ob sie Medikamente benötigen, ob sie Engpässe betreffend Lebensmittel haben, ärztliche Hilfe benötigen oder sie einfach nur sprechen müssen, da sie in Panik geraten sind.
Ich hoffe, nachdem wir alle notwendigen Maßnahmen ergriffen haben, dass sich niemand einsam fühlt, niemand in Panik gerät und wir alle gesund aus dieser Plage herauskommen, 🍀.