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In den letzten 4 Monaten…

…investierten unsere Kinder – im Alter zwischen 8 und 13 Jahren – jede freie Minute, in die Entstehung dieser wunderschönen Lampe mit Nachttischchen. Und wie könnte es anders sein, das Tischchen besteht aus einer mit Stoff überzogenen Kartonschachtel, ;-).
Wir haben unsere Kinder zum ersten Mal mit einer langfristigen Arbeit konfrontiert, die ihnen viel Geduld, Präzision und Ausdauer abverlangte. Beginnend mit dem Messen, Zeichnen und Schneiden der geometrischen Figuren, Nadeln in einer präzisen Distanz setzen und schlussendlich mit größter Genauigkeit, die Nadeln mit Faden verbinden. Was die elektronischen Komponenten betrifft konnten wir nicht alle Kinder einschließen, diese wurden von Javiera und Nicole zusammengesetzt, nachdem sie einen Schnellkurs bei unserem Elektriker gemacht hatten.
Für einige Kinder war es anfangs sehr schwierig, akribisch genau zu arbeiten. Einige mussten immer wieder von vorne beginnen, weil etwas schiefging. Es war für sie auch nicht einfach, kein schnelles Ergebnis zu erreichen. So gerieten sie oft an die Grenzen ihrer Geduld, aber das schöne Resultat zeigt uns, dass sich die enorme Anstrengung gelohnt hat.

Vielen DANK…

…für die Glückwünsche zu meinem Geburtstag aus nah und fern. Ich bin glücklich, dass so viele Menschen auf die eine oder andere Weise einen Augenblick mit mir verbracht haben, 💝.
Ich habe die Feier mit meinen Kindern und Madrinas sehr genossen. Eine Bärenumarmung an alle Madrinas, welche sich Jahr für Jahr besonders viel Mühe geben, mit unseren Kindern viele liebevolle Zeichnungen, schöne Bastelarbeiten und fröhliche Tänze auszuarbeiten. Mit den Zeichnungen habe ich nun definitiv ein Problem, ich bin wie verrückt auf der Suche nach Wänden, 🤔.
Dank unseren Madrinas verliert mein Zimmer allmählich seine Atmosphäre der Bescheidenheit. Schweren Herzens habe ich mich von meinem Nachttisch (eine mit Stoff überzogene Kartonschachtel) getrennt, da sie durch einen echten Nachttisch ersetzt wurde. Die Wand ist nun mit einem Spiegel geschmückt, aus welchem mich jeden Morgen eine junge, hübsche Frau anlächelt, welche mir die Zunge herausstreckt, 😋.

Teufelskreis

Tausende Väter, Mütter, Jugendliche, ein weiteres Mal auf der Flucht, sie verlassen ihre Heimat, zurück bleiben ihre Kinder. Einige wegen fehlender wirtschaftlicher Aussichten, andere wegen politischer Verfolgung. Geldmangel zwingt sie ohne Pässe zu flüchten, womit sie das Risiko auf sich nehmen, sich auf dem Weg der letzten Hoffnung zu verlieren. Getrennte Familien, der Weg eines Albtraums, welcher das nicaraguanische Volks seit Zyklen verfolgt, einmal mehr harte Realität.
Eltern unserer Kinder, welche vor 6 Jahren begannen, sich vom lethargischen Zustand zu befreien, indem sie sich auf die Suche nach Arbeit begaben und nach und nach anfingen, sich aus ihrer sozialen und ökonomischen Armut zu befreien. Auch wenn sie schlechte Löhne hatten, verdienten sie doch genug um einfaches Essen einzukaufen und die Schulkosten ihrer Kinder zu bestreiten. Und mit Recht waren sie stolz darauf, dass sie es geschafft hatten ihre Kinder von Kinderarbeit fernzuhalten.
Es schmerzt mich bis ins innerste meines Herzens, hilflos zusehen zu müssen, wie die Arbeit die wir zusammen mit diesen Eltern aufgebaut haben, von einem Tag auf den anderen im Nichts zu versinken droht. Der Blick in die traurigen Augen unserer Kinder, welche um ihren Vater oder ihre Mutter weinen, ist schwer zu ertragen. Während ihre Lippen schweigend leiden, schreien ihre Augen nach Nähe, Geborgenheit, Liebkosungen, Fürsorge, Zuneigung, ermutigende Worte, ja sogar die Schelte ihrer Eltern fehlt ihnen.
Ich lebe nun seit 11 Jahren in Nicaragua und heute hat mir dieses Volk einmal mehr eine große Lektion erteilt. Nun kann ich dieses Gefühl nachvollziehen, sich in eine endlose Ohnmacht fallen lassen zu wollen. Dieser magische Zustand der Lethargie, aus welcher man von nichts und niemandem geweckt werden will. Ich verstehe das Warum und beginne zu begreifen, weshalb sie sich selbst aufgegeben hatten.
Ich kann nachvollziehen, was unsere Arbeit zu Beginn so schwierig gestaltete, in was wir so viel Energie investierten. Ich verstehe jetzt die enormen Anstrengungen, welche wir den Familien unserer Kinder abverlangten und wie schwierig es für sie war, sich ein weiteres Mal aufzuraffen. Heute weiß ich das Vertrauen, welches sie in uns gesetzt haben viel mehr zu schätzen und bewundere sie dafür, dass sie trotz allem die Hoffnung nicht aufgeben und einmal mehr beschlossen haben, diesen schmerzhaften Weg zu gehen.
(Priska Buchmann Scherer)

Erinnert Ihr Euch an Aixa…

…das schüchterne und außergewöhnlich intelligente Mädchen. Die kleine Frau, die eines der ersten Mädchen war, die wir in unserem Kinderparadies Los GUSANITOS Tamarindo betreut haben. Die Ersatzmama, welche als große Schwester immer um das Wohlergehen ihrer sieben Geschwister besorgt war.
Aixa hat uns einmal mehr daran erinnert, dass „wo die Liebe hinfallen soll, dahin fällt sie“ und, „den verrücktspielenden Hormonen ist auch die Intelligenz nicht gewachsen“, ;-).
Auch wenn es scheint, als ob wir bei ihr betreffend sexuelle Aufklärung versagt haben, sind wir nicht minder glücklich über die Geburt ihrer Tochter Mariquita (Marienkäfer). Nun, eigentlich heißt dieser kleine Sonnenstrahl María, aber ich kann die schlechte Angewohnheit nicht lassen, Kindern, welche auf den ersten Blick mein Herz erobern, angemessene Spitznamen zu geben, ;-).
Liebe Aixa, es freut mich, dass Du trotz des kleinen süßen „Zwischenfalls“ Deine Sekundarschule weiterführen wirst. Dies erfordert, besonders in unseren Breitengraden viel Mut, Kraft und Energie. Ich wünsche Dir, dass Dir dieses kleine, zarte Geschöpf die nötige Stärke gibt, den steinigen Pfad welcher vor Dir liegt, zu überwinden. Auf dass Mariquita Dich in schwierigen Zeiten mit Liebe und Freude erfüllt und, dass sie möglichst viele Eigenschaften deines guten Charakters geerbt hat.
(Priska Buchmann Scherer)

Spaß, Ablenkung, Bildung…

…ganz nach unserem Motto, spielend lernen wir. Also haben wir einen kleinen Parcours geschaffen, wo unsere Kinder Spaß haben können. Und während sie sich körperlich und geistig fit halten, lernen sie – ohne es zu merken – viel über die Themen Farben, Zahlen, Orientierungen, Gleichgewicht, Rücksichtnahme, etc., ;-). Einmal mehr ist uns aufgefallen, dass es ohne Erklärungen und Spielregeln bestens funktioniert. Auf diese Weise entdecken unsere Kinder endlose Spielweisen in diesem Parcours. Und mit jedem neuen Spiel das sie entdecken, entwickelten sie ihre eigenen Regeln.