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Bunt, bunter, am buntesten

Nach einer langen Zeit des Wartens und vielen Flugumbuchungen bin ich nun endlich wieder in Nicaragua angekommen. Dieses Mal empfingen mich jedoch die gleichen Thematiken wie zurzeit überall auf der Welt: Corona-Fallzahlen, Schutzmassnahmen, ökonomische Krisen, Zukunftsängste und ein Anstieg von Gewaltdelikten und Kriminalität.
Doch hinter den zurzeit noch geschlossenen Türen und Toren von Los Gusanitos traf ich eine bunte und lebendige Welt an. Die Wände erstrahlen in neuen Farben. Illustrationen von Formen, Früchten, Tieren, Zahlen und Vokalen entstehen für die wissenshungrigen Kinderaugen und auf den Böden werden animierende Spiele aufgezeichnet. Im Garten gedeihen Limetten-, Papaya- und Mangobäume. Maracuja-Pflanzen wachsen in die Höhe und versprechen schattige Plätze. Spinat, Wassermelonen, Chili und Bananen spriessen und werden bald den Menüplan bestimmen. Über dreissig Hühner, zwei Hunde, vier Schildkröten und acht Katzen halten alle auf Trab und sorgen für Action.
Im Oktober werden wir unsere Tore wohl noch nicht wieder öffnen können. Doch nach und nach nehmen wir unsere Arbeit mit den Kindern wieder auf. Für den kommenden Monat sind Nachhilfelektionen für die Kinder ab der 4. Klasse geplant. Diese werden einzeln und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen stattfinden und sollen den Kindern eine Unterstützung zum regulären Unterricht in der staatlichen Schule ermöglichen. Wir werden den Kindern individuell Hilfe anbieten und zudem ein besonderes Augenmerk auf den Englischunterricht legen. Diese Einzelstunden sollen den Kindern auch die Möglichkeit bieten, endlich wieder mit uns in Kontakt zu treten, auch wenn die von ihnen geliebten Umarmungen und Liebkosungen noch nicht möglich sein werden.
Los Gusanitos ist und bleibt auch in schwierigen Zeiten ein Kinderparadies.
(Eliane Burri)


Unsere Küche…

…verwandelt sich in Modell “Pink-Panther”, ich glaube Kelly auch, 🤣😍🤣

Mamá Fran und Kelly…

…beenden die ersten Haferflockenplätzchen. Nein ich lüge, es sind nicht die ersten; es sind die ersten nicht verbrannten und nicht harten, 🤣. Unglaublich was diese beiden Frauen in kurzer Zeit lernten. Sie sind ganz einfach SUPERLECKER, unsere Kinder werden sich freuen, ❤️

Zu Hause bleiben…

…muss nicht langweilig sein! Wir können malen, reparieren, kochen und zunehmend mehr über das Leben lernen. Mehr in diesen schwierigen Zeiten in denen wir feststellen, wer ist und wer noch nie war. Gemalte Blumentöpfe zur Ablenkung während der Pandemie und zur Aufheiterung der Gemüter nach der Pandemie, ❤️
(Kelly Ingrid Zepeda Parrales)

Die ersten Grundnahrungsmittelpakete…

…gehen auf die Reise zu unseren Kindern und ihren Familien. Diejenigen welche noch immer einen Job hatten, haben ihn nun aufgrund der neuen Krise, ebenfalls verloren. Die Situation hat sich erheblich verschärft, mir fehlen die Worte um das Leiden zu beschreiben.
Wie gesagt, Priorität haben unsere Kinder mit ihren Familien, aber soweit es uns möglich ist, werden wir mit diesem Programm auch Frauen der älteren Generation mit Grundnahrungsmitteln versorgen. Sie sind es, welche trotz der gefährlichen Situation weiterhin in den Straßen oder auf den Märkten ihre Produkte verkaufen. Sie haben keine Ersparnisse, geschweige denn, dass sie täglich genug verkaufen, um Essen auf den Tisch zu bringen. Ältere Frauen, welche ein Leben lang hart gearbeitet haben sind jetzt dazu gezwungen, weiterhin hart zu arbeiten. Sie haben kein Recht auf eine Altersrente um ein Leben in Würde zu führen, geschweige denn ein Recht darauf, den Wohlverdienten Lebensabend zu genießen.
An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei Kelly für ihre großartige Arbeit. «Ich finde es toll, dass Du immer für mich da bist und mir bei meinen Verrücktheiten zur Seite stehst».
Auch möchte ich es nicht versäumen, ein großes DANKESCHÖN an die Spender auszurichten, welche uns trotz der globalen Krise nicht vergessen haben und uns weiterhin finanziell unter die Arme greifen.
P.D. Während ich hier einpacke fällt mir ein, dass es nicht das erste Mal ist, dass ich das hier mache, und ich fühle mich um 12 Jahre zurückversetzt, 😥 .
Ay Nicaragua, Nicaragüita, wann wird es aufwärts gehen?
Gebt auf Euch acht und bleibt gesund, Priska