Zeit zum sähen

Die Zeit wird nicht immer stillstehen, das Leben wird weitergehen. Wie sich die Lage entwickeln wird, wissen wir noch nicht, aber dass wir einen Nahrungsmittel Engpass werden überwinden müssen, kann ich mir sehr gut vorstellen. In Nicaragua haben wir doppeltes Glück: Fast jedes Haus ist von einem Stückchen Land umgeben, und viele Gemüse und Kräuter werden noch keiner chemischen Säuberung ausgesetzt und deshalb inkl. Wurzeln verkauft. Anstelle diese wegzuschmeißen, setze sie in die Erde und gieße sie regelmäßig. Fast jede Frucht besitzt Kerne, sähe sie und gieße die Pflanze regelmäßig.
So gedeihen in unserem Garten inzwischen Passionsfrüchte, Melonen, Pitayas, Papayas, Ingwer, Chile, Peperoni, Minipeperoni, Chayote, Spinat, Koriander, Bananenstauden, Avocadobäume, Mandarine-Zitronenbäume, Zitronenbäume, Mangobäume, Orangenbäume, Pflaumenbäume, Mameybäume und Mandelbäume. Und für keine dieser Pflanzen haben wir auch nur einen Córdobas extra ausgegeben, wir haben lediglich die Samen oder Wurzeln der gekauften Produkte in die Erde gesetzt.
Hast Du also ein Stückchen Erde um Dein Haus, sieh zu was Du mit der Kraft Deiner Hände und Deiner Leidenschaft erreichen kannst, und pflege es gut.

Findest Du es sei zu spät?
„Wenn ich wüsste, dass ich morgen sterben werde, würde ich heute noch einen Baum pflanzen. Das reine Wissen, dass er dem nächsten dienen wird, bereitet mir Freude”, 😉.
Ein dicker Kuss, gib auf Dich und Deine Mitmenschen acht und «bleib zu Hause», Priska