Eine ganz spezielle Erfahrung

Unsere Kinder waren zum ersten mal eingeladen, ihre tänzerischen Talente einem breiteren Publikum zu präsentieren. Schon den ganzen Morgen war die Aufregung in allen Ecken zu spüren, aber mit Schminken, Frisieren, Kostüme vorbereiten, letzte Ausbesserungsarbeiten, etc. verflog die Zeit wie im Flug. Nachmittags um 3:00 Uhr war es dann endlich soweit, geputzt und gestriegelt fuhren wir mit unserer Tanzgruppe und 3 Taxis in den Parque Sandino. Die Enttäuschung war gross, denn wir fanden keinen Hinweis darauf, dass hier um 4:00 Uhr ein grosser Anlass stattfinden sollte, ay Nicaragua Nicaragüita… So hiess es wohl oder übel mit 11 ungeduldigen Kindern die Zeit möglichst kurzweilig zu überbrücken, was wir mit Engelszungen und unendlicher Geduld volle 4 Stunden lang schafften, bis es dann endlich soweit war.
Angesagt waren 30 Gruppen, die Startnummer unserer Kinder war die 15. Bei Ansage der Gruppe 10 hiess es nochmals kämmen und nachschminken, um sich dann hinter der Bühne startbereit auzufstellen. Soweit alles bestens – haben wir gedacht – Ansage der Gruppe 13 und plötzlich traten alle unsere Kinder von einem Bein auf das andere, denn sie mussten zur Toilette, wo es keine gab. Also noch schnell schnell irgendwelche Büsche aufsuchen, 11 mal pinkeln in Reih und Glied und wieder zurück in die Aufstellung. Madrina Andrea erlag fast einem Herzinfarkt, denn sie sah nur noch all unsere Kinder flüchten und hatte keine Ahnung worum es sich drehte, :-D.
Endlich war Startnummer 15 angesagt und ich glaubte meinen Augen nicht trauen zu können. Unsere Kinder betraten die Bühne in einer unvergleichlichen Souveränität, verströmten ein atemberaubendes Ambiente und absolvierten ihren Tanz (Uptown Funk ft. Bruno Mars von Mark Ronson) in einer nie dagewesenen Perfektion. Seit unsere Kinder Tänze aufführen geschah es zum ersten mal dass sie all ihre Hemmungen ablegen konnten. Nach der Aufführung rannten sie nicht wie üblich einfach weg von der Bühne, diesmal liessen sie sich sogar Zeit um sich vom Publikum in gebührender Form zu verabschieden und genossen den tosenden Schlussaplaus in vollen Zügen.
Leider lässt die Qualität der Fotos sehr zu wünschen übrig, irgendwie gingen mir die Emotionen im Dreivierteltakt mit meinen Kindern durch, ;-). Aber ich hoffe dass sie Euch trotz der schlechten Qualität zumindest einen vagen Eindruck dieses einzigartigen Spektakels vermitteln.